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Viele Familien im heutigen Duisburger Süden (Mündelheim, Serm, Huckingen, Großenbaum) bzw. Düsseldorfer Norden (Wittlaer, Bockum, Einbrungen, Kalkum, Angermund) sind dort seit Jahrhunderten ansässig. Doch Vieles deutet darauf hin, dass ein großer Teil der als alteingesessen geltenden Familien ursprünglich von der linken Rheinseite, genauer aus Gemeinden im heutigen Meerbusch bzw. Krefelder Süden stammt. Da die Abwanderung ins Rechtsrheinische etwa zeitgleich mit dem Beginn der Kirchenbücher der ältesten Pfarreien ist, wird es schwierig werden, dies für alle Familien zu beweisen. Doch bei einer Familie ist bereits der Einstieg in diesen Nachweis gelungen. (siehe Forschung Meerbusch /Neuss) |
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Bereits vor mehr als sechzig Jahren hat ein Forscher in der Familie Brockerhoff versucht, den Nachweis für die Abstammung von der linken Rheinseite zu führen. Nachstehend ist ein Auszug aus der von ihm erstellten Familienchronik zitiert, die mir freundlicherweise von der Familie Brockerhoff aus Neuß zur Verfügung gestellt wurde. |
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Familiengeschichte der Brockerhoffs ... Durch den Bauunternehmer Anton Brockerhoff erhielt ich im Jahre 1936 Kenntnis von dieser Familienchronik. .... Im Jahre 936 kaufte ein Mann namens Arndt Ritter zu Brempt auf der linken Rheinseite zwischen Oberkassel und Heerdt das Gelände im Rheinbruch, errichtete dort ein wehrhaftes Gehöft und nannte sich Arndt Ritter zu Brempt auf Brucherhof. Aus der Gehöftbezeichnung entstand der Name Brockerhoff, der schon 1276 erwähnt wurde. Der schon zu dieser zeit lebende Brockerhoff war unverheiratet, wollte ins Kloster eintreten und Gehöft und Ländereien dem Kloster vermachen. Hiergegen wandten sich die bereits vorhandenen Nebenlinien, die mit ihrem Anliegen vor den Kaiser Barbarossa traten, der entscheiden ließ, dass der beklagte Brockerhoff zwar ins Kloster gehen könne, sein Besitz aber unter seinen Verwandten aufzuteilen sei. Darauf hin heiratete besagter Brockerhoff und ließ so seine Verwandten, die gegen ihn geklagt hatten, leer ausgehen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Brockerhoffs immer zahlreicher. Mitte des 17. Jahrhunderts zogen einige Brockerhoffs auf die rechte Rheinseite und siedelten sich im Raum Angermund/Wittlaer an. Sie übten das Treidelgewerbe aus, das darin bestand, auf den Treidelpfaden, die den Rhein entlang führten, Schiffe mit Pferden von Duisburg bis nach Köln zu ziehen. ... ... Das Gehöft Brucherhof wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert und vergrößert. Napoleon I. brachte seinen Marstall dort unter und leitete von dort aus auch die Beschießung Düsseldorfs. In den anschließenden Wirren brannte das Herrenhaus mit den Stallungen aus und wurde dann geschleift. Die Brockerhoffs, die sowohl in Oberkassel als auch im Raum Duisburg, Angermund, Wittlaer und Kaiserswerth ansässig sind, gehen auf Arndt Ritter zu Brempt und seine Söhne zurück, deren er viele gehabt haben soll. ... |
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Soweit der Auszug aus der Familienchronik. Leider lebt der Verfasser dieser Chronik nicht mehr und so muss die Zukunft zeigen, ob die von ihm beschriebene Handlung sich anhand von Dokumenten beweisen lässt. In den "Meerbuscher Geschichtshefte" der vergangenen Jahre finden sich zahlreiche Hinweise auf die Schlüssigkeit. Ein definitiver Beweis für die aufgestellte Behauptung muss aber noch erbracht werden. An diesem Nachweis werde ich zukünftig arbeiten und bei Vorliegen genauerer Daten diese Seite weiter fortführen. |
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